Winzer des Monats Jänner 2011 - Leo Hillinger
Leo Hillinger: Back to the roots
Nein, Leo Hillinger braucht man wirklich nicht mehr vorzustellen. Der Winzer ist aus der österreichischen Wein- und Jetset-Szene nicht mehr wegzudenken.
Der Torhüter der Nation Leo Hillinger weiß, sich in Szene zu setzen. Das ist in einem Land wie Österreich nicht unbedingt förderlich, wenn man gleichzeitig für Qualitätsprodukte steht, im Falle Hillingers für österreichischen Spitzenwein. Wer laut ist, kann nichts, dachten sich viele. Daher hatte der Joiser Winzer einiges zu tun, damit seine Weine, die zu den besten Österreichs gehören, ernst genommen werden. Im Ausland gelang ihm das leichter, wie die Exportquote von 50% in insgesamt 18 Länder beweist. Doch auch hierzulande räumen seine Weine mittlerweile Auszeichnungen und Preise ab. In Blindverkostungen stellen sie sich immer häufiger als Sieger heraus, wie zuletzt bei einem Salzburger Sommelier-Verein: Mit gleich acht Sortensiegern war Leo Hillinger klar die Nummer eins. Noch immer ist manchmal Ungläubigkeit die Folge. Heinz Kammerer, WEIN & CO Gründer, ist weniger überrascht über den letzten Erfolg Hillingers: „Wir haben die Blindverkostung intern wiederholt und kamen zu demselben Ergebnis. Es gibt eben einen Grund, warum wir Leo schon so lange im Sortiment haben“ Weil nämlich die Qualität der Weine hoch ist – und zwar quer durch sein Sortiment: ob Cuvée oder reinsortig, ob weiß, rosé oder rot. Ist dieses Ergebnis eine Befriedigung für den Winzer? „Ich bin schon stolz, dass meine Weine den Stellenwert bekommen, den sie auch verdienen.“ Und wie geht es jetzt weiter? „Ich ziehe mich gerade zurück, gehe back to the roots.“ Das bedeutet, dass er mehr im Weinberg und -keller ist und dort an der ohnehin hohen Qualität arbeitet. Dazu gehört auch eine Umstellung auf biologische und biodynamische Bewirtschaftung. Das braucht seine Zeit. „50 ha sind genug, wir wollen nicht mehr wachsen. Mit 500.000 Flaschen im Jahr ist eine Grenze erreicht. Unser Ziel ist jetzt eine kontinuierliche, qualitative Steigerung“.




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