Gleiches
Recht für Alle!
Recht für Alle!
Betrachtungen zum Thema
Nichtraucherschutz-Gesetz
von Heinz Kammerer
Nichtraucherschutz-Gesetz
von Heinz Kammerer
Die unzähligen Medienberichte, Plattformgründungen und sonstige Meinungsäußerungen zum Thema Nichtraucherschutz in der Gastronomie und die in diesem Zusammenhang immer wieder auftauchenden Interpretationen der Vorgangsweise von WEIN & CO in dieser Sache veranlassen mich, meine und damit die Position von WEIN & CO klar zu stellen.
Wie die meisten wissen, hat
WEIN & CO am 1. 1. 2008 in all seinen Lokalen freiwillig und unter großer Medienbeachtung ein totales Rauchverbot eingeführt. Ich bekam hunderte zustimmende Mails, die Umsätze aber gingen nach und nach derartig zurück, dass wir vor der Alternative standen, unsere Öffnungszeiten zu verringern und Mitarbeiter zu kündigen oder das Rauchverbot zurückzunehmen. Ein Minus von zuerst 10%, dann sogar 20%, hatte die einst florierenden Bars sehr rasch in die Verlustzone gebracht. Im Einvernehmen mit den Mitarbeitern wurde dann das Rauchverbot per 1.10.2008 wieder aufgehoben, wobei der Restaurantteil in der Jasomirgottstraße, wie schon davor, als Nichtraucherbereich deklariert wurde.
Wie die meisten wissen, hat
WEIN & CO am 1. 1. 2008 in all seinen Lokalen freiwillig und unter großer Medienbeachtung ein totales Rauchverbot eingeführt. Ich bekam hunderte zustimmende Mails, die Umsätze aber gingen nach und nach derartig zurück, dass wir vor der Alternative standen, unsere Öffnungszeiten zu verringern und Mitarbeiter zu kündigen oder das Rauchverbot zurückzunehmen. Ein Minus von zuerst 10%, dann sogar 20%, hatte die einst florierenden Bars sehr rasch in die Verlustzone gebracht. Im Einvernehmen mit den Mitarbeitern wurde dann das Rauchverbot per 1.10.2008 wieder aufgehoben, wobei der Restaurantteil in der Jasomirgottstraße, wie schon davor, als Nichtraucherbereich deklariert wurde.
Dann kam dieses unselige, von der damals schon scheidenden Gesundheitsministerin Kdolsky im letzten Moment und auf Grund massiver Interventionen der Wirtschaftkammer zusammenge-wurstelte Gesetz, das im Wesentlichen vorsieht, dass größere Betriebe entweder hermetisch abgeschlossene, speziell belüftete Raucherbereiche einrichten oder ab 1. 7. 2010 als Nichtraucherlokal geführt werden müssen. Lokale unter 50 bzw unter besonderen Umständen 80 m2 Größe können frei wählen, ob sie als Raucher- oder Nichtraucherlokal geführt werden. Eigenartigerweise zieht die Entscheidung als Raucherlokal zu operieren, keinerlei Auflagen hinsichtlich Be- und Entlüftung oder eine Beschränkung der Verabreichungsplätze nach sich.
Das bedeutet, dass es, sollte das Gesetz so in Kraft treten, in Österreich 10-15.000 kleine Lokale geben wird, in denen hemmungslos und ohne Auflagen bezüglich Lüftung geraucht werden kann, und andererseits etwa eben so viele moderne, gut ausgestattete Gastronomiegetriebe, die entweder durch sinnlose, teure Umbauten verschandelt oder als
Das bedeutet, dass es, sollte das Gesetz so in Kraft treten, in Österreich 10-15.000 kleine Lokale geben wird, in denen hemmungslos und ohne Auflagen bezüglich Lüftung geraucht werden kann, und andererseits etwa eben so viele moderne, gut ausgestattete Gastronomiegetriebe, die entweder durch sinnlose, teure Umbauten verschandelt oder als
Nichtraucherlokale deklariert sein müssen und so 10 bis 20% ihrer Gäste verlieren werden.
Dieses Gesetz ist daher weder aus wirtschaftlicher und schon gar nicht aus gesundheitspolitischer Sicht vertretbar.
Der Minister wird Farbe bekennen müssen: Entweder er hat den politischen Mut – wie in mittlerweile in ganz Europa üblich - ein generelles Rauchverbot in ALLEN Gastronomie-betrieben zu verhängen oder er hat diesen Mut nicht. Aus dieser politischen Schwäche heraus aber kann er den Schwarzen Peter nicht den größeren, leistungsfähigeren Gastronomen zuschieben und die Raucher und deren (oft auch nichtrauchende) Begleiter in den kleinen, unbelüfteten, neuen „Raucherhöhlen“ ihrem Schicksal überlassen. Gar nicht zu reden von den dort beschäftigen Menschen, denn Raucher gehen dorthin, wo sie rauchen können, das hat der große private „Feldversuch“ von WEIN & CO im Jahre 2008 klar bewiesen. Ich fordere daher: Gleiches Recht für Alle! Entweder ein generelles Rauchverbot in der Gastronomie, ohne Ausnahmen, oder das freie Wahlrecht für alle Lokale, denn es geht um die Existenz von tausenden Gastronomiebetrieben und um rund 20.000 Arbeitsplätze!
15.000 kleine Raucherhöhlen wird es österreichweit ab 1. 7. geben, wenn dieses Gesetz nicht geändert wird. Ist das der Nichtraucherschutz, den Minister Stöger meint?

Heinz Kammerer, Gründer von WEIN & CO, hat im Jahr 2008 freiwillig Rauchverbot in allen WEIN & CO Bars eingeführt und mußte diesen Schritt neun Monate später zurücknehmen: Die Gäste waren in Scharen ausgeblieben, Raucher gehen dorthin wo sie rauchen können.

Die täglich bumvolle Bar von WEIN & CO beim Stephansplatz in Wien kann technisch nicht gesetzeskonform in Raucher und Nichtraucherbereich geteilt werden und müßte daher ab 1. 7. als Nichtraucherlokal geführt werden. 20% Umsatzminus und der Verlust von 10 Arbeitsplätzen wären die Folge. Gäste die auf‘s Rauchen nicht verzichten wollen, können dann nämlich österreichweit unter 15.000 kleinen „Raucherhöhlen“ wählen, die ohne weitere Auflagen als Raucherlokal betrieben werden können. Dieses Gesetz ist daher sowohl aus wirtschaftlichen wie auch aus gesundheitspolitischen Gründen völlig unsinnig und muss schleunigst geändert werden.


