Lammershoek
Es gibt sie noch, die Entdeckungen. Man muss nur offen sein und Grenzen, politische wie auch geistige, hinter sich lassen.
Dieser Philosophie muss auch Paul Kretzel gefolgt sein, trieb es ihn doch 1972 als 20Jährigen von St. Aegyd am Neuwald in der Mariazeller Gegend nach Südafrika. „Das war mehr Abenteuersuche als anderes“, erklärt er. Das erste Abenteuer, eine Karriere in der Großindustrie, beendete er nach 25 Jahren.
1995 trieb es ihn nämlich wieder weiter, mittlerweile mit Ehefrau Anna: „Wir sind heute 32 Jahre verheiratet, sie ist mein bester Kompagnon!“. Der Weinkenner kaufte das Weingut Lammershoek in Swartland und restaurierte den alten Keller. Im Jahr 2000 war es dann so weit: Die ersten Weine wurden gekeltert – und wieder gibt es einen Konnex zu Österreich: Damals wurde unter Aufsicht von Markus Huber, inzwischen der neue Shooting-Star aus dem Traisental, vinifiziert.
Heute sind Lammershoek-Weine in etwa 25 Ländern erhältlich und viel prämiert. „Wichtig ist uns eine ökologisch verträgliche Bewirtschaftung, zum Beispiel bewässern wir nicht. Unsere Weine sind absolut naturbelassen.“, so Kretzel.
Die nächste Generation scharrt schon in den Startlöchern: Tochter Carla, studierte Önologin, ist bereits am Weingut tätig. Der Winzer lächelt: „Für Kontinuität ist also gesorgt!“




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