Weninger
Als Franz Weninger das elterliche Weingut in Horitschon 1982 übernahm, läutete er damit eine neue Ära des österreichischen Qualitätsweinbaus ein.
Dass der junge Winzer eigenwillig war und sich durchzusetzen wusste, bezeugt eine Anekdote: In dem Jahr, als er das Weingut übernahm, fuhr sein Vater los, um Kälber zu kaufen. Als er zurückkam, hatte Franz bereits die Weide, die für die Kälber vorgesehen war, geackert und sie für das Auspflanzen von Reben vorbereitet. Vater Weninger war wütend, doch letztlich setzte sich der Sohn durch – sollten die Kälber doch vom Heu im Dachboden leben.
Auch beim Weinbau war Franz Weninger eigenwillig: Reduktion der Erträge, strenge Selektion, erste Versuche mit Barrique – all das war damals durchaus ungewöhnlich, doch der Winzer setzte seine Visionen kompromisslos um. Sein erster Wein, der Blaufränkisch Kabinett 1983, sorgte gleich auch international für Furore.
Mittlerweile gehört das seit 2006 biodynamisch zertifizierte Weingut Weninger zu den Top-Betrieben im österreichischen Rotweinsektor, Wine & Spirits kürte es gar zum „Winery of the Year 2008“.




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