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Winzerin des Monats Juli 2011: Judith Beck

Judith Beck: Meine Weine sollen vielschichtig, elegant und charaktervoll sein.

Die Golser Winzerin Judith Beck geht da keine Kompromisse ein. Und das mit großem Erfolg.

Wir sind ein Familienbetrieb“, streicht Judith Beck heraus. „Bei uns passiert noch viel in Handarbeit, da wir ein relativ kleines Weingut sind.“ Mutter Christine und Vater Matthias, die das Weingut aufgebaut haben, kümmern sich um die Weingärten, für die biologisch-dynamische Bewirtschaftung ist ihr Lebensgefährte Uli zuständig, der seit vier Jahren im Betrieb mitarbeitet. Judith selbst ist für den Keller verantwortlich, wo sie die naturnahe Arbeitsweise logisch fortsetzt. „Meine Weine sollen Ausdruck von Herkunft und Jahrgang sein. Ich versuche das, was aus den Reben kommt, so unverfälscht wie möglich in die Flasche zu bringen. Der erste biologisch zertifizierte Jahrgang schlummert gerade in den Fässern“, verrät die Winzerin, die auch Mitglied bei den Winzervereinigungen Pannobile und 11 Frauen ist.

Dass Judith Beck einmal höchst erfolgreiche Winzerin wird, war eigentlich ganz und gar nicht klar. „Ich habe schon immer wieder im Weingarten mitgearbeitet, aber dafür habe ich von den Eltern Geld bekommen. Und damit meine Urlaubsreisen finanziert“, erzählt sie. Nach der Matura ging’s dann einmal für ein Monat nach Schottland „zur Klärung, wie’s weitergehen soll.“ Danach absolvierte sie die Weinbauschule in Klosterneuburg; gleichzeitig begann sie Germanistik und Publizistik zu studieren. „Für kurze Zeit machte ich beides und nach ein paar Wochen war schnell klar: Der Weinbau ist das Richtige für mich.“ Nach Auslandspraktika in Frankreich, Chile und dem Piemont kehrte sie aufs elterliche Weingut zurück und 2001 war es dann so weit: Sie übernahm die Verantwortung am Weingut und etablierte sich sehr rasch an der Front der österreichischen Wein-Szene.

„Meine Leidenschaft sind Blaufränkisch und St. Laurent“, schwärmt Beck. „Beide haben das Potenzial, die Lagen und Böden hervorragend widerzuspiegeln. Sie sind zwar nicht ganz einfach, aber dafür sehr eigenständig und sehr österreichisch.“ Diese Eigenschaften kommen dem, was Beck unter gutem Wein versteht, sehr entgegen. „Man muss sich schon ein wenig Zeit für meine Weine nehmen, denn sie entfalten sich erst nach und nach im Glas. Sie sind eben alles andere als oberflächlich!“

Weitere Informationen
Judith Beck ist eines der spannendsten weiblichen Talente des österreichischen Weinbaus.
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