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Gut Hermannsberg: Riesling-Vielfalt aus Ersten Lagen
Auf Gut Hermannsberg kehrt man unter dem neuen Besitzer Jens Reidel zurück zu den Wurzeln. Das bedeutet in erster Linie, wieder einer der besten Riesling-Produzenten Deutschlands zu werden.
Denn das 1902 als königlich-preußische Weinbaudomäne gegründete Weingut an der Nahe mauserte sich im Laufe der letzten Jahre mit seinen Rieslingen zum Vorzeige- und Vorreiterbetrieb. Leicht war das nicht, mussten doch die Weinberge in mühevoller Arbeit neu angelegt werden. Heute sind diese 30 Hektar steiler Weinbergslagen zur Gänze als „Erste Lagen“ klassifiziert: Die beiden Rieden Schlossböckelheimer Kupfergrube und Niederhäuser Hermannsberg zählen bereits zu den besten Riesling-Lagen Deutschlands. Kellermeister Karsten Peter: „Der Hermannsberg mit seinem eiszeitlichen Boden liefert ‚kühle’, schieferbetonte, kräftige Weine. Sie sind verschlossener, brauchen Zeit, sich zu öffnen. Die Kupfergrube mit ihren vulkanischen Böden dagegen bringt ‚heiße’, expressive Weine mit einem Rückgrat aus Porphyr hervor, die sich früher öffnen.“
Viele Weinbergsparzellen werden einzeln vinifiziert, danach wird über die Cuvéetierung entschieden. Das Ergebnis ist eine Palette von trockenen Rieslingen unterschiedlicher ganz individueller Ausprägung, allesamt mit lagentypischer Aromatik und Finessenreichtum. „Ob Gutsriesling, Ortsriesling oder Großes Gewächs: Bei uns findet jeder Weingenießer seinen Riesling!“