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Dottore Frederico Carletti vom Weingut Poliziano

Interview mit Dottore Frederico Carletti vom Weingut Poliziano

Zu den Produkten

Dottore Frederico Carletti ist der kluge Kopf hinter dem Weingut Poliziano welches zu den bekanntesten und begehrtesten Weingütern in Montepulciano zählt.


INTERVIEW - Winzer des Monats Juni

Carletti

Wie kam es eigentlich dazu, dass das Weingut nach einem berühmten Dichter benannt wurde?

Mein Vater, der in Montepulciano geboren wurde, war ein leidenschaftlicher Literaturliebhaber. Außerdem hat er sich sehr für die Geschichte und die Kunst seiner Heimatstadt interessiert, als er nach einigen berufsbedingten Umzügen nach Montepulciano zurückkam und das Weingut gründete. Was lag da näher, als es nach Angelo Poliziano, dem größten Sohn der Stadt, zu benennen, der Ende des 15. Jahrhunderts in Florenz als Dichter und Humanist Berühmtheit erlangte.

Als ich damals das Weingut übernahm, habe ich einige meiner Weine auf den Namen der bekanntesten Werke von Poliziano getauft, wie “Le Stanze”, “Elegiae” und “In Violas”.

Verfolgen Sie beim Weinmachen auch einen poetischen Ansatz?

Weine nach lyrischen Werken zu benennen mag ja sehr poetisch sein, aber wesentlich interessanter ist die Weinerzeugung an sich. In über 30 Jahren Erfahrung als Weingutsleiter und Önologe habe ich nie Entscheidungen getroffen, die auf Marktanalysen beruhten. Stattdessen habe ich mich von meiner großen Leidenschaft für den Weinbau, meinem Wissen und meiner Erfahrung leiten lassen, welche Entwicklung der Weinberg durchläuft, wie nach und nach Trauben heranreifen und letztlich ein Wein entsteht. Theorie und Praxis gehen dabei Hand in Hand.

Sie sind auch Präsident des Vino Nobile Verbands gewesen. Was zeichnet den Vino Nobile eigentlich aus? Wie unterscheidet er sich zum Beispiel vom Chianti Classico oder vom Brunello?

Fünf Jahre war ich Präsident des “Consorzio del Vino Nobile di Montepulciano” und habe die Erzeuger immer wieder motiviert, von unserem einzigartigen Terroir zu erzählen und stolz darauf zu sein: Der Chianti Classico ist eine historische Herkunftsbezeichnung. Er muss mindestens zu 80 % aus Sangiovese vinifiziert werden und darf frühestens nach einem Jahr nach der Lese auf den Markt kommen. Die Böden sind steinreich und die Weine daher im Allgemeinen elegant, säurebetont und besonders mineralisch. Ein typischer Chianti ist rubinrot, verströmt Veilchen- und Kirscharomen und eine leicht würzige Note.

Ein Brunello muss ein reinsortiger Sangiovese sein und darf erst im Januar des fünften Jahres nach der Ernte verkauft werden. Die Böden bestehen aus Stein und Lehm.Der Brunello kann gemeinhin als rubinroter Wein mit Aromen von dunklen Beeren und einer weichen und fleischigen Struktur beschrieben werden. Unser Vino Nobile di Montepulciano besteht aus 70 % Sangiovese; der Sangiovese-Spielart Prugnolo Gentile. Er darf drei Jahre nach der Lese, am 1. Januar, auf den Markt kommen. Es überwiegen Lehmböden, die Wasser gut speichern können, wovon die Reben profitieren. So entstehen körperreiche Weine, die fruchtbetont sind und einen hohen Tanningehalt aufweisen. Letzteres stellt für den Vino Nobile-Erzeuger erfahrungsgemäß die größte Herausforderung dar.

Der Schlüssel zum Erfolg liegt darin, zum exakt richtigen Zeitpunkt zu ernten, erst dann, wenn die Trauben perfekt ausgereift sind und nicht schon, wenn sie aufgrund ihres Zuckergehaltes reif zu sein scheinen. Ein Vino Nobile besitzt in der Regel Aromen von dunklen Kirschen, Pflaumen, reifen Erdbeeren und Kirsche und einen mittleren Körper, präsente Tannine und eine angenehme Säurestruktur. Oft wird seine Aromatik mit jener des Chianti Classico verglichen, sein reicher Körper aber mit dem Brunello.

Wenige Weine haben so oft 3 Gläser vom Gambero Rosso erhalten, wie der Asinone. Was macht diesen Einzellagen-Vino Nobile so besonders?

1983 kam der erste Jahrgang des Vino Nobile di Montepulciano Asinone auf den Markt: Damit ist er der erste Einzellagenwein in Montepulciano und einer der ersten in der Toskana. Er entstand nach meinen ersten Ernterfahrung und aus der Gewissheit, dass genau hier der Prugnolo Gentile von einer ganz besonderen Lage profitiert: einem Terroir aus Tuffstein und Lehm, einem nach Westen abfallenden Hang mit mageren Böden. Genau hier kommt der 1964 erstmals augepfropfte Prugnolo perfekt zur Geltung und bringt hervorragende Weine hervor.

In den kleinen dickhäutigen Trauben stecken kräftige, aber dennoch feine, elegante Tannine und ein hoher Säuregehalt. Werden alle Extrakte der Traube möglichst schonend entzogen, entsteht ein faszinierender Wein, kräftig und außergewöhnlich langlebig, der mich unglaublich stolz sein lässt. Das Originaletikett des ersten Jahrgangs habe ich natürlich aufbewahrt, auch jenes vom Jahrgang 2008, als der Wein erstmal vom Gambero Rosso mit den 3 Gläsern prämiert wurde; auch von vielen anderen führenden Magazinen wie Wine Spectator, Vinum, Doctor Wine gab es viel Lob.

Sie haben 36 Jahrgänge vinifiziert. Was machen Sie heute anders, wenn Sie an Ihre erste Lese denken?

1980 war „meine“ erste Ernte als Weingutsleiter, die erste Ernte, an der ich teilnahm aber bereits1964. Es wären somit eigentlich schon 52 Jahrgänge. Poliziano gehört zu den ältesten Weingütern, die nach der Renaissance des Weinbaus in Italien gegründet wurden. Nach der Uni habe ich im Getreideanbau und in der Getreidezucht gearbeitet. Mit 26 war ich neugierig auf die Welt, die mir als Junge aus der Provinz völlig unbekannt war. Gastronomie und Önologie haben mich schon damals sehr fasziniert. Ich frequentierte Sternerestaurants, habe Foie Gras, Hummer, Austern, die Nouvelle Cuisine und Weine aus Bordeaux – aus den internationalen Rebsorten Cabernet Sauvignon, Merlot und Cabernet Franc - probiert. Ich war unglaublich begeistert. Und obwohl ich unserer heimischen Sangiovese immer treu geblieben bin, habe ich versucht, meinen Weinen einen internationalen Touch zu geben: ihnen vielleicht einen etwas „extremeren“ Charakter zu verleihen, mit einer konzentrierter Färbung aus dem Holz neuer Barriques, die die Tannine schön weich werden ließen.

Jetzt mit 63 mag ich unsere alten Trattorien mit ihrer authentischen Küche und regionalen Produkten lieber. Ich sehe unsere Region mit anderen Augen und bewerte sie neu, als einzigartig und unvergleichlich. Auch beim Wein geht es mir so; „back to the roots“. Mit sehr viel mehr Wissen und Erfahrung bin ich dem Altbekannten neu begegnet: dem Sangiovese, heimischen Hefen, ich verzichte auf den Zusatz von Enzymen und Tanninen, achte auf eine schonende Gärung und eine behutsame Extraktion. Beim Ausbau setze ich unterschiedlich große und alte Holzfässer ein, lasse den Wein lange genug reifen, um ihn zur rechten Zeit abzufüllen.

In den letzten Jahren habe ich mich stark mit der Nachhaltigkeit im Weinbau beschäftigt und in Studien der Biodynamie und biologischer Landwirtschaft und in vielen Experimenten immer wieder ausprobiert, wie man Pestizide vermeiden und durch biologische Methoden ersetzen kann. Auch im Keller setzen wir vermehrt auf natürliche Methoden der Weinbereitung, bei der die Technik mit Respekt vor dem typischen herkunftseigenen Charakter der Weine zum Einsatz kommt. 

Was war die beste Flasche, die sie je getrunken haben?

Mit 26 habe ich einen Mouton Rothschild 1970 getrunken und mit 63 einen Romanée-Conti La Tache 1998

Was ist für Sie eine Versuchung wert?

Eine Flasche Wein, auf die ich sonntags zum Mittagessen sehr gespannt bin und dann gemeinsam mit meinen Kindern und meiner Frau probiere.

Wo entspannen Sie am besten?

Im August, auf dem Weingut, wenn wegen der Ferien in Italien keinerlei Betrieb ist.

Wovon träumen Sie?

Ich habe vor Kurzem in dem Haus, in dem Poliziano 1454 geboren wurde, ein kleines Geschäft gekauft und es aufwändig renoviert. Jetzt plane ich ein prächtiges Besucherzentrum für mein Weingut. In mein Land zu investieren und dabei Tradition und Zukunft in Einklang zu bringen, Altes zu renovieren und auf den modernsten Stand zu bringen, erfüllt mich mit großer Zufriedenheit.

Ich habe den Traum, dass die Jugend, vor allem aber meine eigenen Kinder, unsere Tradition und unsere Produkte tief verinnerlichen und in eine moderne Welt mitnehmen, damit so exklusive Weine auch zukünftig ihre Sonderstellung behaupten können.

 


Sorte
Preis
- Euro
Jahrgang
Artikelgruppe
Geschmack

Rosso di Montepulciano 2015

1125
ab 12 Fl. gemischt

Normalpreis: € 12,50

€ 15,00 / Liter Preis inkl. MwSt. und zzgl. Versandkosten

Vino Nobile di Montepulciano Selezione Asinone 2014

3600
ab 12 Fl. gemischt

Normalpreis: € 40,00

€ 48,00 / Liter Preis inkl. MwSt. und zzgl. Versandkosten

Vino Nobile di Montepulciano 2014

2025
ab 12 Fl. gemischt

Normalpreis: € 22,50

€ 27,00 / Liter Preis inkl. MwSt. und zzgl. Versandkosten