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Inspiration Themen Bolgheri und die Maremma

Bolgheri und die Maremma

Verkostungsset

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Verkostungsset
Bolgheri & Maremma

Ein erstklassiger Vermentino vom Weingut Nittardi lädt mit seiner leichten Kräuteraromatik zum gustatorischen Ausflug in die südliche Maremma ein.

Im Anschluss können Sie die Reise mit Le Volte dell’Ornellaia vom Kultweingut Ornellaia fortsetzen. Die Cuvée vereint die Geschmeidigkeit des Merlots, die Opulenz des Sangiovese und die Komplexität des Cabernet – ein hervorragender Begleiter zu kräftigen, dunklen Fleischspeisen.

Den Abschluss bildet der Insoglio del Cinghiale, ein kräftiger, dichter und schwarzbeeriger Wein, der als Begleitung zu einem Ragout aus den namensgebenden Wildschweinen exzellent harmoniert. Lassen Sie den Traum von der toskanischen Küste mit diesem Set wahr werden!


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Unsere Empfehlungen

Bolgheri | Maremma

Bolgheri Maremma Karte

Die Ursprünge der Supertuscans

Der italienische Adelige Mario Incisa della Rocchetta war es, der damals mit seiner Vision, einen Wein nach Bordelaiser Vorbild zu erzeugen, den Impuls für die Entwicklung der Region setzte. Schon die ersten Versuche gerieten so gut, dass der Önologe Giacomo Tachis und Marios Cousin Piero Antinori mit ins Boot geholt wurden. Beginnend mit dem Jahrgang 1968 starteten sie eine Kommerzialisierung des wegweisenden Weins namens Sassicaia: Aus 70% Cabernet Sauvignon und 30% Cabernet Franc entstand der erste sogenannte „Supertuscan“, der viele Jahre später die Bolgheri-DOC-Appellation begründen sollte. Ein weiterer Meilenstein in der Geschichte des italienischen Weinbaus war gelegt.

Spitzenweine aus Bolgheri

Die vielen Projekte der Familie Antinori

Eine weitere treibende Kraft an der toskanischen Küste war Lodovico Antinori. Der jüngere Bruder von Piero erbte von der Mutter, einer geborenen Gherardesca, 135 Hektar Land in Bolgheri. Als er dieses mit dem legendären russischen Önologen André Tchelistcheff um 1980 besichtigte, schlug dieser Lodovicos anfängliche Napa-Valley-Pläne mit dem Ausspruch: „Forget about California, this is Eldorado!“ in den Wind. Nur wenige Jahre später entstand das State-Of-The-Art-Weingut namens Tenuta dell’Ornellaia – ein Monument aus grauem Baustoff inmitten der grünen Landschaft, eingebettet in kühlende Bäume. Schon der Erstjahrgang 1985 des Ornellaia wurde hoch gelobt und der 2001er vom amerikanischen Magazin „Wine Spectator“ gleich zum Wein des Jahres gewählt. Dennoch geriet das Gut in finanzielle Probleme, sodass Lodovico es schließlich an Mondavi verkaufen musste. Inzwischen ist die Familie Frescobaldi stolzer Besitzer und führt es unter dem französisch-deutschstämmigen Direktor Axel Heinz zu neuen Höhen.

Eines hat die Zeit jedoch überdauert: Der Ornellaia zählt bis heute zu den opulentesten, verführerischsten Supertuscans, die es gibt. Und auch eine zweite Vision Lodovicos sollte es in die Riege der italienischen Top-Weine schaffen: Von Beginn an strebte der Winzer danach, einen reinsortigen Merlot der Extraklasse, ganz nach dem Vorbild von Château Pétrus, zu kreieren. Der „Masseto“ genannte Cru-Wein wurde zu einer derart kultisch verehrten Ikone, dass er 2019 aus dem Ornellaia-Weingut ausgegliedert wurde und seinen eigenen Tempel erhielt: Das Architektenduo „Zitomori" schuf ein unterirdisches Meisterwerk einzig für diesen magischen Merlot.

Der Verkauf von Ornellaia stellte aber keinesfalls das Ende der Ära Lodovico dar, im Gegenteil: Gemeinsam mit seinem Bruder Piero startete er in Bolgheris nördlicher Nachbargemeinde Bibbona die Tenuta di Biserno. Vom Hauptgebäude, einem alten Zollhaus, genießt man einen umwerfenden Blick auf das Tyrrhenische Meer. Hier sind die Bedingungen anders als in Bolgheri, kalkhaltigere Böden sorgen für entsprechend pikante Weine. Der Insoglio del Cinghiale, der hier produziert wird, heißt übersetzt „Suhle der Wildschweine“ und ist ein kräftiger, dichter und schwarzbeeriger Wein. Insgesamt setzen Lodovico und Piero nun noch stärker auf Cabernet Franc und Petit Verdot, was ihren Kreszenzen neben der für die Region so typischen Opulenz auch eine schöne Würze verleiht.

Der größte Unterschied zwischen Bordeaux und Bolgheri liegt darin, dass der weltweite Siegeszug von Bordeaux ein halbes Jahrtausend früher begann.
tenuta di biserno

Die Küstenschätze der Maremma

Eine der großen Genussregionen Italiens

Doch auch abseits von Bolgheri zeigt sich der fruchtbare Küstenstreifen von seiner besten Seite. Er erstreckt sich in etwa von Livorno bis nach Grosseto und bietet autochthone Schätze wie die semiaromatische Rebsorte Vermentino, in der Provence und auf Korsika „Rolle“ genannt. Sie erfreut Meeresfrüchteliebhaber als bestens geeigneter, trinkfreudiger, zitrusfruchtiger Speisenbegleiter. Einen der besten Vermentinos der südlicheren Maremma produziert Léon Femfert vom Weingut Nittardi: Sein Ben ist ein Parade-Vermentino mit einem Hauch Kräuteraromatik.

Rund um die mittelalterliche Stadt Suvereto im Val di Cornia liegen die Weingärten eines weiteren legendären Weinguts: Tua Rita. Benannt nach der Gründerin Rita Tua leitet seit 20 Jahren ihr dynamischer Schwiegersohn Stefano Frascolla das Weingut. Berühmt ist es für den legendären Merlot Redigaffi, einen der ersten Rotweine Italiens, der in den 1990ern 100 Parker-Punkte erhielt. Noch heute gilt der seidige Redigaffi als einer der besten Merlots der Welt. Durch sein unverwechselbares Aroma nach getrocknetem Gras bringt er obendrein eine lokaltypische Komponente mit sich. Auch der Giusto di Notri, eine Cuvée aus Cabernet Sauvignon und Merlot, ist ein Blockbuster. Waren die Weine früher schon oft auf der wuchtigeren Seite, so konzentriert sich Stefano in den letzten Jahren mehr darauf, früher zu lesen und durch Vergärung mit Stielen und intensive Laubarbeit mehr Frische in den Wein zu bekommen. Das gelingt ihm ausgezeichnet.

Bei Grosseto in der südlichen Maremma liegt das Anbaugebiet des Morellino di Scansano, das nach der hier vorherrschenden Version des Sangiovese, dem Morellino, benannt ist. Sie erbringt in dem milden Klima dunklere Weine als in anderen Teilen der Toskana, und bei reiferen Trauben geraten auch die Kreszenzen entsprechend fleischiger. Die Fattoria Le Pupille von Elisabetta Geppetti gilt als Pionier und immer noch führendes Weingut der DOCG-Appellation. Elisabetta trägt inzwischen den Beinamen „Lady Morellino“, ihre Tochter Clara ist längst wichtiger Teil des Vertriebs und drauf und dran, in ihre Fußstapfen zu treten. Der fabelhafte Morellino, dem eine Prise Syrah oft noch einen kleinen Kick verleiht, muss sich den Ruhm mit einem weiteren Spitzenwein teilen: Seit 1987 wird mit der Cuvée Saffredi der Superstar der südlichen Maremma produziert, der durch seidige Tannine und einen opulenten Stil mit ausgewogener Würze besticht. Die Cuvée aus Cabernet Sauvignon, Merlot und Petit Verdot stammt aus einem fünf Hektar großen Weingarten, der mehrheitlich aus Sandstein besteht.

Die Maremma ist unzweifelhaft eine der großen Genussregionen Italiens, die sich Jahr um Jahr selbst zu überbieten scheint. Dass man bei dieser delikaten Rundfahrt nicht nur für ein Glas Wein haltmachen sollte, wird einem spätestens in der Gemeinde Castagneto Carducci in der Bolgheri-Zone klar, die Olivenöl von einem historischen Grand-Cru-Terroir zu bieten hat, mit Fonte di Foiano als Spitzenproduzenten. In diesem Eldorado findet nämlich, abgesehen von authentischen Topweinen, auch das grüne Gold seinen Platz.

Saffredi