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Christian Tschida
Falstaff Winzer des Jahres 2026
Christian Tschida
Christian Tschida ist Falstaff Winzer des Jahres 2026. Im Rahmen der VieVinum wurde der österreichische Low-Intervention- und Natural-Pionier für seine Leistungen für den heimischen Weinbau und die heimische Weinkultur gewürdigt.
Die hohe Auszeichnung muss eigentlich doppelt zählen, weil sie ein ungewohnt starkes Zeichen für individuelle Winzerhandschrift darstellt: Keiner von Tschidas Weinen zeigt seine Herkunft auf dem Etikett, die Weine tragen Namen wie Non-Tradition und auch vor hochwertigen weißen Cuvées – unerhört in der reinsortigen österreichischen Weinlandschaft – schreckt Tschida nicht zurück. Tschida ist definitiv kein Winzer, der mit dem Strom schwimmt.
Reben und Reben lassen
Tschidas Weine sind trotz der Bedingungen im heißen Seewinkel straff, elegant und haben in der Regel nur niedrigen Alkohol. Das liegt zum einen daran, dass er auch Weingärten am kühlen Leithaberg sein Eigen nennt, zum anderen daran, was man als „Laissez-faire“ kennt – er „lässt“ den Weingarten sein und den Wein werden. Die Rebstöcke sind umwuchert von Gräsern und Kräutern, mit denen die Trauben das Wasser teilen müssen. Das zwingt die Wurzeln tiefer in die Erde, wo die Nährstoffzusammensetzung und die Wasserversorgung anders ist.
Außerdem tragen die Stöcke ungewöhnlich viele Trauben bei sehr hoher Pflanzdichte: „Ich schneide keine Trauben weg. Der Stock weiß eh, wie viel er tragen kann.“ Die Trauben sind kleiner, werden später reif, entwickeln aber dennoch eine vielschichtige Aromatik. Im Keller setzt der Winzer auf Spontanvergärung und lange Maischezeit, konsequenterweise füllt er die Weine dann auch unfiltriert ab. Dass dabei sensationell straffe, elegante und schlanke Weine entstehen, hat sich in der Welt bereits herumgesprochen: Die international besten Adressen für Fine Wine beziehen Tschida-Weine.
Impressionen