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Produzentenübersicht Jurtschitsch

Jurtschitsch

Österreich

Jurtschitsch Alvin und Stefanie Weingut des Monats Okt 2022

Seit 2009 leiten Alwin und seine Frau Stefanie das Weingut in Langenlois, das inzwischen zu den führenden Betrieben Österreich gehört. Ihr Ziel ist es, möglichst authentische, komplexe Weine mit kühl-eleganter Stilistik zu keltern und damit den erstklassigen Lagen maximalen Ausdruck zu verleihen. Dafür setzen die beiden auf biologischen Weinbau, gesunde Böden, minimale Eingriffe im Keller und Experimentierfreude.

Toplagen sind die Basis der außergewöhnlichen Weine: So etwa der Käferberg mit seinen kargen und steinigen Urgesteinsböden. Oder der Loiserberg, eine luftige, hohe Berglage, perfekt für Riesling und Veltliner. Die vielschichtigen, eher puristischen Weine werden von heimischen wie internationalen Fachmedien laufend prämiert.  

Wir suchen in unseren Weinen nicht das Maximum, sondern das Optimum.
Stefanie & Alwin Jurtschitsch
weingarten ausblick jurtschitsch 2022

Zeitlos elegant und terroirgeprägt

Als Alwin und Stefanie Jurtschitsch 2009 gemeinsam die Führung des Familienweinguts in Langenlois übernahmen, war eines klar: Sie wollten keinesfalls alles genau so machen wie ihre Vorgänger und damit in Tradition erstarren. „Denn jede Generation muss das Terroir für sich selbst neu entdecken, eine eigene Beziehung dazu aufbauen und neu interpretieren“, sagt Alwin Jurtschitsch überzeugt. Die Basis sollten lebendige Weinberge sein, und so war die Umstellung auf Bioweinbau nur logisch und außerdem die Grundvoraussetzung für jene Qualitätssteigerung, die das Winzerpaar im vergangenen Jahrzehnt erreicht hat. Natürlicher Kompost aus Stroh, Hackschnitzeln, Kuhdung, Trester und Erde sowie eine Begrünung zwischen den Rebzeilen sorgen für nachhaltigen Humusaufbau im Weingartenboden. Schafe ersparen in bestimmten Monaten das Mulchen und bringen zusätzliches Leben in die Weinberge.

Sortiment

Jurtschitsch

Produktkategorien
Länder/Regionen
Farben
Jahrgänge
Rebsorte/Fruchtsorte
Ausbau
Füllmenge
Geschmack
Verschlussart
Bio/Natural
Passt Zu
Extras
Preis
9 - 70 Euro
Prämierungen
Kundenbewertungen
Verfügbar in
Alkoholgehalt
11 - 13 Volumsprozent
Gesetzliche Herkunft
Klassifizierung
50001702.2021
fruchtig-frisch mineralisch
5+1gratis
60329577.png
fruchtig-frisch mineralisch
-17%
60323569.2021
fruchtig-frisch mineralisch
-15%
50008198.2021
fruchtig-frisch leicht
-5% ab 12 Fl.
50007788
knackig-frisch aromatisch
-12%
60329558.2021
knackig-frisch leicht
-5% ab 12 Fl.
60329578.2021
knackig-frisch leicht
-5% ab 12 Fl.
60329565.2021
ausgewogen vollmundig
-5% ab 12 Fl.
50008243.2021
fruchtig-frisch mineralisch
-5% ab 12 Fl.
60329560.2021
knackig-frisch leicht
-5% ab 12 Fl.
60329561
fruchtig-frisch vollmundig
-5% ab 12 Fl.
60329561.2021
fruchtig-frisch vollmundig komplex-elegant
-5% ab 12 Fl.
60329575.2020
fruchtig-frisch vollmundig komplex-elegant
-5% ab 12 Fl.
60329576.png
fruchtig-frisch vollmundig komplex-elegant
-5% ab 12 Fl.
60329581.2017
fruchtig-frisch mineralisch komplex
-5% ab 12 Fl.

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Nur glückliche Winzer machen guten Wein.
Alwin Jurtschitsch

Stefanie & Alwin Jurtschitsch im Interview

Jurtschitsch Interview

Daniela Dejnega: Stefanie, Du stammst aus Rheinhessen und bist mit Riesling groß geworden. Wie schnell und wie gut hast Du Dich im Kamptal mit dem Grünen Veltliner anfreunden können?

Stefanie Jurtschitsch: Ich bin in Reinhessen am Roten Hang aufgewachsen, einer Steillage mit Rotem Schiefergestein, die fast zur Gänze mit Riesling bepflanzt ist – ganz ähnlich wie am Zöbinger Heiligenstein. Schon für meine Eltern und Großeltern stand immer die Lage vor der Rebsorte, und zwar nicht nur am Etikett, sondern auch emotional. Diese Terroir-Sensibilität habe ich wohl von meinem Vater geerbt und ins Kamptal mitgebracht. Deshalb habe ich mich sofort mit dem Grünen Veltliner angefreundet. Getrunken hatte ich ihn zuvor schon oft, aber seine Trauben und den Most habe ich zum allerersten Mal 2003 gekostet, als ich das erste Praktikum in Österreich absolviert habe. So habe ich den Grünen Veltliner in all seinen Facetten kennengelernt und ihn auch als Sorte mit starkem Terroir-Ausdruck lieben gelernt.

Daniela Dejnega: Was unterscheidet den Grünen Veltliner im Weingarten am meisten vom Riesling?

Alwin Jurtschitsch: Der Grüne Veltliner ist schon ein bisschen ein Sensibelchen und braucht vor allem im Weingarten viel Liebe und Pflege. Gerade auf steinigen Böden bringen uns die Reben von Grünem Veltliner oft die spannendsten Weine, sind aber in Jahren mit wenig Niederschlag viel sensibler als der Riesling, der die Trockenheit ein bisschen besser wegsteckt.

Daniela Dejnega: Das Weingut Jurtschitsch steht heute für präzise und elegante Grüne Veltliner mit einem kühlem Charakter. Wie habt Ihr zu Eurem Weinstil gefunden?

Stefanie Jurtschitsch: Wir haben uns gemeinsam durch die große Vielfalt an unterschiedlichen Gebiets- und Winzer-Stilistiken des Veltliners in Österreich getrunken, sogar ein paar Experimente aus Neuseeland und den USA haben wir probiert, und ein paar wenige deutsche Winzer haben Grünen Veltliner ja auch ausgepflanzt. Dann haben wir uns die Frage gestellt, was den Kamptaler Stil so einzigartig macht und wie Alwin und ich diese Sorte für uns selbst interpretieren wollen. Obwohl wir in einem Traditionsweingut mit langer Geschichte arbeiten, bekamen wir von Alwins Familie die Möglichkeit und das Vertrauen, unseren eigenen Stil zu entwickeln. So haben wir alte Traditionen hinterfragt und uns auch von modernen Trends verabschiedet. Die Frage lautete: Was benötigen wir tatsächlich? Und was müssen wir alles weglassen, um das pure Kamptal und die leise Stimme des Terroirs im Glas zu spüren?

Daniela Dejnega: Welche entscheidenden Veränderungen habt Ihr also vorgenommen, um die Einzigartigkeit des Kamptals ins Glas zu bringen?

Alwin Jurtschitsch: Alte, traditionelle Zugänge wie zum Beispiel „Je später die Ernte, desto besser“ gehören für uns in die Vergangenheit. Wir ernten unsere Trauben reif, aber niemals überreif. Wir streben nicht nach dem Maximum, sondern sehen das größte Potenzial des Kamptals in der Engmaschigkeit, im Finessenreichtum, in der Lebendigkeit der Weine. Diese Balance lässt sich schon beim Kosten der Trauben erkennen. Wir wollen knackige Beeren mit reifen, feinen Aromen und gleichzeitig ausreichende Säure für die Frische und den Trinkgenuss unserer Weine. Der Lesezeitpunkt ist entscheidend. Beim Grünen Veltliner ist das Zeitfenster, um die optimale geschmackliche Balance zu finden, viel kürzer als beim Riesling, der die Säure etwas länger behält. Aber die kühlen Kamptaler Nächte und die Winde des Waldviertels während der Weinlese liebt der Grüne Veltliner, und das bringt die Lebendigkeit und die Frische, die unsere Weine auszeichnet.

Daniela Dejnega: Wie arbeitet Ihr dann im Keller weiter?

Stefanie Jurtschitsch: Alle Weine werden mit Naturhefen vergoren und durchlaufen spontan den biologischen Säureabbau. Sie werden nur vor dem Füllen minimal geschwefelt. Die Lagen-Veltliner und -Rieslinge bleiben mindestens zehn Monate auf der Vollhefe im großen Fass. All das macht die Weine harmonischer, ausdrucksstärker und länger lagerfähig. Auch im Keller lassen wir uns eher vom Geschmack leiten als von Analysedaten. Für uns geht es um Erfahrung und darum, auf die Natur zu vertrauen und vieles zuzulassen, weniger ums aktive Tun.

Daniela Dejnega: Und wie entstehen Eure „Entdeckungen aus dem Weingut“, Naturweine wie zum Beispiel Belle Naturelle?

Alwin Jurtschitsch: Jeder dieser Weine, von denen oft nur ein kleines Fass ausgebaut wird, beginnt im Kopf. Eine Idee, ein Gedanke auf der Suche nach der Vielfalt des Geschmacks im Wein. Belle Naturelle ist ein sanft maischevergorener, ungefilterter Grüner Veltliner mit großer Aromenvielfalt, eigentlich die etwas abenteuerlichere Alternative zu unserem klassischen Veltliner „Stein“. Beide Weine stammen von hochgelegenen Lagen rund um Langenlois und zeigen viel Terroir – jeder auf seine eigene Art.